Bundespräsident Joachim Gauck beim Tag der Heimat 2016 in Berlin
Gesamte Reisegruppe bei der Stadtbesichtigung in Ljubljana/Laibach (Foto: mjg)
Veronika Haring bei ihrem Vortrag (Foto: mjg)
Seminarteilnehmer im Partisanenlager „Baza 20“ (Foto: mjg)
Prof. Miran Komac und RA Rudolf Vouk beim Koreferat (Foto: mjg)
Bürgermeister Peter Bossmann in Piran mit Dolmetscherin und Seminarleiter (Foto: mjg)
 
Johannes Bugenhagen, Öl auf Holz von Lucas Cranach d.J. Lutherhaus Wittenberg
(Foto: Ulrich Hutter-Wolandt)
Epitaph für den Reformator Johann Heß im Nationalmuseum Breslau/Wroclaw
(Foto: Ulrich Hutter-Wolandt)
Pfarrer Mag. theol. Ulrich Hutter-Wolandt
(Foto: Barbara Wolandt)
Prof. Dr. Jürgen Bloech
(Foto: Ernst Gierlich)
Hans-Günther Parplies
(Foto: Ernst Gierlich)
 
Hans-Günther Parplies und Prof. Dr. Jürgen Bloech
Dr. Harald Roth
Prof. Dr. Rudolf Grulich
Plenum
(Foto: EL)
(Foto: EL)
(Foto: EL)
Grußwort der Landesvorsitzenden des BdV-Niedersachsen zum Schlesiertreffen 2017
BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB begrüßt Bundeskanzlerin
Dr. Angela Merkel MdB beim diesjährigen BdV-Jahresempfang (Foto: Peter-Paul Weiler/BdV)
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel MdB bei ihrer Ansprache (Foto: Peter-Paul Weiler/BdV)
Einige Ehrengäste des BdV-Jahresempfanges (Foto: Peter-Paul Weiler/BdV)
 

Seminarreise nach Slowenien 10.2017/Situation und Besuch von deutschen Volksgruppen

Das Deutsch-Europäische Bildungswerk Hessen e.V. (DEB), ein Verein des BdV Landesverbandes Hessen, veranstaltete im Oktober 2017 eine Seminarreise nach Slowenien, um sich über dortige deutsche Volksgruppen –die Gottscheer z.B. sind dort seit dem 14. Jahrhundert ansässig–  und deren aktuelle Lage in Slowenien zu informieren, da es dort keinen Minderheitenschutz u.a. für die deutsche Volksgruppe gibt.

Mehr Engagement der deutschsprachigen Volksgruppe von Nöten

Seminarreise nach Slowenien brachte es an den Tag


Beim Thema „deutschsprachiger Minderheitenschutz“ bestehen im EU-Land Slowenien weiterhin erhebliche Ressentiments bei der Bevölkerung und vor allem den offiziellen Stellen in der Gesellschaft. Dabei dürfte der Zweite Weltkrieg und die danach erfolgte fast vollständige Vertreibung der im ehemaligen Jugoslawien lebenden Deutschen eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Und dies erfuhr auch eine 36-köpfige Gruppe aus allen Teilen der Bundesrepublik Deutschland, die kürzlich mit dem Deutsch-Europäischen- Bildungswerk Hessen e.V. (DEB) eine äußerst interessante Seminarreise nach Ljubljana/Laibach und Umgebung aus der Reihe “Begegnung und Verständigung im gemeinsamen europäischen Haus“ unternahmen. Veranstaltungen dieser Art werden vom Bundesministerium des Inneren in Berlin gefördert und vom DEB seit vielen Jahren in die Länder der ehemaligen deutschen Siedlungsgebiete mit viel Erfolg durchgeführt. Nun wurde erstmals das südosteuropäische Land Slowenien aufgesucht, das übrigens seit 2004 der Europäischen Union als Mitglied angehört und seit 2007 den EURO als Währung hat. Der Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV) in Hessen, Siegbert Ortmann (Lauterbach), der auch Initiator und Leiter dieses einwöchigen verständigungspolitischen Seminars war, hatte gerade dieses Reiseziel ausgesucht, um vor Ort die vorhandene Problematik der heutigen deutschsprachigen Gemeinschaft in Slowenien mit 3000 bis 5000 Angehörigen genauer zu erkunden.

Die Veranstaltung begann mit den Statements des Vertreters des Auswärtigen Amts von Slowenien, Miran Kresal, des Kulturattaches der deutschen Botschaft Peter Lange sowie der Geschäftsführerin der Deutsch Slowenischen IHK, Gertrut Rantzen. Dabei wurde einhellig klargestellt, dass die bilateralen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Slowenien momentan sehr gut sind. Und davon konnten sich die Seminarteilnehmer bei einer wenige Tage späteren Besichtigung des großen Adria-Hafens in Capodistria/Koper, auch als „slowenisches Fenster in die weite Welt“ genannt, augenscheinlich überzeugen. Dort werden u.a. ständig große Mengen von aus Deutschland angelieferten Produkten bis zu ihrer weltweiten Verschiffung gelagert.

Bei den an den Folgetagen durchgeführten Rathausempfängen und Stadtbesichtigungen in Laibach, Cilli, Maribor, Bled und Piran wurden sehr häufig historische Relikte aus der Jahrhunderte langen deutschsprachigen

Vergangenheit dieser Region deutlich, doch vermeintliche gegenwärtige Probleme mit einer deutschsprachigen Minderheit in Slowenien wurden zumindest von offizieller Seite daraus nicht abgeleitet. Im Gegenteil, von dem Bürgermeister in Celje/Cilli, Bojan Srot wurde bei einem im Übrigen sehr angenehmen und herzlichen Empfang im Rathaus auf Nachfrage eines Seminarteilnehmers kurzerhand darauf verwiesen, dass es eine deutschsprachige Minderheit zumindest in seiner Stadt gar nicht gebe. Ganz anders äußerten sich dann aber bei Begegnungen in den Kulturzentren in Maribor und Krapflern die dortigen Vertreter der deutschsprachigen Volksgruppe und der sog. Gottscheer Deutschen. Ihre deutschen Kulturvereine setzen sich seit vielen Jahren auf der Grundlage von Versöhnung und Verständigung gemeinsam für die Anerkennung der Deutschen als autochthone Volksgruppe in der slowenischen Verfassung ein und organisieren in den Vereinsräumen mit ihren Angehörigen ein überaus reges gesellschaftliches Leben, vor allem auch mit Kindern und Jugendlichen. Und durch zahlreiche Publikationen schaffen diese Vereine darüber hinaus auch ein größeres Bewusstsein über die außerordentlichen deutschen Errungenschaften auf dem Gebiet der Kultur in der Vergangenheit bei der slowenischen Mehrheitsbevölkerung und damit sogar eine gewisse Anerkennung der deutschsprachigen Bewohner bei der aktuellen Landesentwicklung. Die Vorsitzende des Kulturvereins der deutschsprachigen Frauen BRÜCKEN, Veronika Haring, (Maribor) führte dazu in einem sehr anschaulichen und recht emotionalen Vortrag über die heutige Lage der Deutschen Minderheit in Slowenien u.a. wörtlich aus: “Leider gibt es immer noch Menschen, die den deutschsprachigen Bewohnern hierzulande feindlich gesinnt sind, doch es werden mit jedem Tag weniger und es überwiegt die Meinung, dass es sich dabei um eine kulturell ungebildete und ideologisch verblendete Minderheit handelt. Meiner Überzeugung nach befinden wir uns mit unserer Tätigkeit auf dem richtigen Weg, der auch der kürzeste ist zu der rechtlichen Anerkennung der deutschsprachigen Minderheit seitens der Republik Slowenien“.

In einem äußerst interessanten Koreferat mit Prof. Dr. Miran Komac, von der Fakultät für Sozialwissenschaften an der Universität Ljubljana, und Rechtsanwalt Mag. Rudolf Vouk als Vertreter der slowenischen Minderheit in Kärnten ging es vor allem um das Thema „Minderheiten als Brücke zur Verständigung zwischen den Völkern“. Dabei wurde am Beispiel der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen von 1998 deren unterschiedliche Umsetzung in Österreich und Slowenien verständlich herausgearbeitet und mit den Seminarteilnehmern lebhaft diskutiert. Unterstützt wurde diese Veranstaltung, wie übrigens das gesamte Wochenprogramm von dem Politikwissenschaftler und Mitarbeiter von Socialna akademija, Mario Plesej, der dankenswerterweise zum Teil auch als Dolmetscher fungierte und im Übrigen in seiner Art der Kommunikation ein Gewinn für den ganzen Seminarverlauf war.

Die dunkle Geschichte und Erinnerungskultur im 20. Jahrhundert wurde den deutschen Seminarteilnehmern beim Besuch des Museums der neueren Geschichte Sloweniens in Laibach und der Besichtigung der sehr versteckt gelegenen Partisanengedenkstätte „Baza 20“ in den ausgedehnten Waldungen der hohen Berge oberhalb des Kurortes Toplice/Töplitz in der historischen Region der Gottscheer augenscheinlich nähergebracht. Und auch die Begegnung mit dem Verein der Vertriebenen Sloweniens 1941 – 1945 ließ noch heute vorhandene Wunden bei den Opfern der deutschen Besatzungsmacht aus jener Zeit erkennen und die Vorsitzende Prof. Ivica Znidarsic bat dafür um Verständnis bei ihren Zuhörern nach ihrem Referat „Organisiertheit der slowenischen Vertriebenen und Zwangsarbeiter und die Bestrebungen zur Geltendmachung der Rechte auf Kriegsentschädigung“.

Beim Abschluss des Seminars anlässlich eines Empfangs im Rathaus von Piran/Pirano ging der dortige Bürgermeister Peter Bossmann, der sich schon wegen seiner dunklen Hautfarbe als ehemaliger westafrikanischer Migrant outete, u.a. auf die Lage der italienischen Minderheit und das zivilgesellschaftliche Leben in seiner multikulturellen Stadt ein und verriet auf Nachfrage zur deutschsprachigen Minderheitenpolitik in Slowenien einen wohlgemeinten überaus treffenden Vorschlag, wonach sich nämlich die Vertreter dieser Volksgruppe doch engagierter (!) für ihr Anliegen einsetzen sollten.

Auf der Rückreise nach Deutschland dankte die Teilnehmerin Dr. Maria Werthan, auch Präsidentin des Frauenverbandes im Bund der Vertriebenen in Deutschland, in aller Namen dem Seminarleiter Siegbert Ortmann und den begleitenden BdV-Mitarbeitern Jolanta Lemm und Hubert Leja von der BdV-Landesgeschäftsstelle in Wiesbaden für die bestens organisierte und problemlos durchgeführte Bildungsreise in ein mehr oder weniger bekanntes EU-Land mit der vorgegebenen Minderheitenproblematik und allen Teilnehmern darüber hinaus für das angenehme und äußerst disziplinierte Miteinander während des gesamten Aufenthalts in Slowenien.

 

Siegbert Ortmann

Veranstaltungsreihe der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen gemeinsam mit dem Collegium Albertinum in Göttingen und dem BdV-Landesverband Niedersachsen e.V. am 30.06. und am Sonnabend, 14.10.2017 in Göttingen zur Reformation in den böhmischen Ländern.

 

Von Pommern bis Schlesien – Über die Vielfalt reformatorischer Entwicklungen im Osten


Martin Luthers berühmter Thesenanschlag von 1517 markiert den Beginn der Reformation – ein Ereignis, das in seinen Auswirkungen auf Politik, Religion, Kultur und Gesellschaft weltgeschichtliche Bedeutung erlangte. Mit einer Vielzahl kirchlicher, staatlicher und kultureller Projekte werden im Jahr 2017 in Deutschland die verschiedenen Bedeutungsebenen der Reformation beleuchtet. Was hierbei jedoch in den Hintergrund zu treten droht, ist die Entwicklung der Reformation in den innerhalb und außerhalb der damaligen Reichsgrenzen gelegenen Landschaften des historischen deutschen Ostens, Regionen, die Wesentliches zum Durchbruch der reformatorischen Ideen beigetragen haben.

Diese von fachkundiger Seite zu betrachten, war bzw. ist die Intention zweier von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen gemeinsam mit dem Collegium Albertinum in Göttingen und dem BdV-Landesverband Niedersachsen e.V. durchgeführter Vortragsveranstaltungen. Behandelt werden – nachdem im vergangenen Jahr bereits Ostpreußen thematisiert wurde – Pommern, Schlesien, die Böhmischen Länder und Siebenbürgen, mithin Regionen, die in je eigener Weise von reformatorischen Bestrebungen ergriffen und geprägt wurden.

Den ersten Vortragsnachmittag im Göttinger Collegium Albertinum eröffnete nach einem Grußwort des Hausherrn Prof. Dr. Jürgen Bloech der Ehrenvorsitzende der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Hans-Günther Parplies, dessen Initiative die Vortragsreihe zu verdanken ist. Pfarrer Mag. theol. Ulrich Hutter-Wolandt aus Berlin gestaltete den Nachmittag mit Vorträgen über die Reformation in Pommern und in Schlesien. Der Referent, der bereits mehrere Bücher zum Thema der schlesischen Kirchengeschichte verfasst hat und Mitglied im Vorstand des Vereins für Schlesische Kirchengeschichte ist, stellte den 1485 im pommerschen Wollin geborenen Johannes Bugenhagen vor, der zunächst als  Schulrektor im bei Treptow an der Rega gelegenen Prämonstratenserstift Belbuck wirkte und dabei die „Pomerania“ schuf, ein Werk, das nicht nur eine
Materialsammlung zur Geschichte Pommerns bot, sondern auch in eine umfassende Darstellung der pommerschen Geschichte münden sollte – eine absolute Pionierarbeit.

Bugenhagens Hinwendung zur Reformation erfolgte im Jahre 1520 über die Auseinandersetzung mit Luthers Schrift „Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche“. 1521 machte Bugenhagen sich nach Wittenberg auf, wo er Luther noch vor dessen Abreise zum Wormser Reichstag begegnete und sich für das Studium der Ev. Theologie an der Universität einschrieb. Es folgte die Veröffentlichung einer Reihe biblischer Bücher, Promotion und
1535 Ernennung zum Professor der Theologie in Wittenberg. 1523 bereits wählten der Rat und die Kirchengemeinde den „Priester Johann Pomer“ zum Pfarrer an der Stadtkirche St. Marien – ein Amt das er bis zu seinem Tode 1558 mit großem Engagement ausfüllen sollte.

Hutter-Wolandt stellte die besonderen Verdienste des Pommern bei der kirchen- und ordnungsrechtlichen Gestaltung der jungen reformatorischen Kirche heraus. Wo immer es um die Neugestaltung der Kirchenordnungen ging, wurde Bugenhagen gerufen. Wichtige Stationen waren: Braunschweig, Braunschweig-Wolfenbüttel, Hildesheim, Hamburg, Lübeck, Holstein, Schleswig sowie Dänemark und Norwegen. Insofern war er neben Melanchthon und Lucas Cranach eine entscheidende Figur für die Ausbreitung und Absicherung der Reformation.
Nicht zuletzt aber aus seiner pommerschen Heimat kamen Anfragen zur Einführung der Reformation. Im Jahre 1534 hielt sich Bugenhagen im Zusammenhang einer Visitation in Belzig auf; hier erreichte ihn die Anfrage, zum Landtag nach Treptow a.d. Rega zu kommen, um dort an den Beratungen Verhandlungen zur Einführung der Reformation teilzunehmen. Es sollte eine Ordnung für ein ganzes Territorium geschaffen werden, in dem Ansprüche der Fürsten und lokale Begebenheiten zu berücksichtigen waren. Mit der schon 1535 in Wittenberg im Druck erschienenen Kirchenordnung Pommerns schuf Bugenhagen die Grundlage für die weitere Gestaltung kirchlichen Lebens im Herzogtum.

Ganz anders gestaltete sich die Entwicklung der Reformation in Schlesien.
Am Ende des Mittelalters war die Lage der Kirche im zur Krone Habsburgs gehörenden Schlesien von stetem Niedergang bestimmt, der mit in verstärkter Laienfrömmigkeit und dem Aufkommen humanistischen Gedankengutes einherging. Es blühten zu dieser Zeit die Wissenschaften, und das Land schien berufen eine führende Stellung auf wissenschaftlichem Gebiet zu übernehmen.

So entwickelte sich innerhalb der Kirche am Ende des 15. Jahrhunderts ein starker Unwille gegen den geistlichen Stand, nicht nur beim einfachen Kirchenvolk, sondern auch bei den meisten schlesischen Fürsten. Sie nahmen hier Gedanken auf, die zu Beginn des Jahrhunderts über Böhmen nach Schlesien gekommen waren und zum Ziel hatten, die freie Predigt des Evangeliums in der Muttersprache zu ermöglichen. Besonders der Ablasshandel mit seinen hohen Geldforderungen ließ Unmut gegen die Kirche aufkommen. Diese Missstimmung im Volk erkannte auch das Breslauer Domkapitel und versuchte die Fortsetzung der Ablasspredigt zu verhindern. Doch nicht nur dies trug zu einer antirömischen Stimmung bei.

Über die Anfänge der Reformation in Schlesien fehlen sichere Belege. Es lässt sich nicht im Einzelnen nachweisen, wann und wo die Gedanken Luthers in Schlesien zuerst auftraten. Aus den Protokollen des Breslauer Rates wissen wir, dass dies sehr früh geschehen sein muss, sicherlich aber nicht vor 1519. Mittler waren wohl Studenten und Kaufleute, die über Wittenberg die reformatorische Botschaft nach Schlesien brachten. Besonders die Leipziger Disputation von 1519 förderte in Schlesien das Interesse für die „causa Lutheri“. Im Jahre 1520 musste das Breslauer Domkapitel einräumen, dass es in der Stadt eine Lutherische Partei gebe. Schon im Jahre 1522 gibt es Belege dafür, dass zum Beispiel in Freystadt, im Breslauer Bernhardinkloster St. Jakob und in Neukirch/a. Kynast evangelisch gepredigt wurde.

Schlesien war indes kein einheitliches Territorium wie etwa der Ordensstaat Preußen oder das Herzogtum Pommern, in denen die Reformation obrigkeitlich eingeführt wurde. Wohl stand Schlesien bis 1526 unter der Oberherrschaft der böhmischen Krone und gehörte seit 1526 zum Hause Habsburg. Aber es war aufgeteilt in eine Fülle von Herzog- und Erbfürstentümern sowie Standesherrschaften. Die Landesherren hatten am Ausgang des Mittelalters zahlreiche Rechte von der Kirche in ihren Territorien erworben, unter denen das Besetzungsrecht der geistlichen Stellen besonders wichtig war. Die jeweilige religiöse Einstellung des Landesherrn war also dafür maßgeblich, ob und wann er sein Gebiet der Reformation öffnete. Es hat deshalb auch in Schlesien keine prägende Reformatorengestalt wie etwa im Preußenland Herzog Albrecht, in Pommern Johannes Bugenhagen oder in Siebenbürgen Johannes Honterus gegeben. Aus diesem Grund kann man die Reformationsgeschichte in Schlesien nicht im Ganzen betrachten; vielmehr hat jedes einzelne Gebiet in Schlesien seine eigene Reformationsgeschichte. Hutter-Wolandt stellte beispielhaft ausgewählte Regionen vor: Breslau, die Fürstentümer Liegnitz-Brieg-Wohlau, die Grafschaft Glatz und Oberschlesien.

Es war ein spannender Nachmittag, der nicht nur bei den Teilnehmern zu vielen kirchenhistorischen Fragen anregte, sondern auch das Verhältnis von Kirche und Staat und die Rolle der Kirche in dieser Gesellschaft thematisierte. Vergleichbares ist für den zweiten Vortragsnachmittag am 14. Oktober 2017 zu erwarten, bei dem an gleicher Stelle die nicht minder vielfältige Entwicklung der Reformation in den Regionen des Südostens in den Blick genommen werden soll.

Ulrich Hutter-Wolandt/ Ernst Gierlich

Konfessionalisierung im Südosten

Göttinger Vortragsreihe der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Bildete im Jahr 2017 der Wittenberger Thesenanschlag Martin Luthers vor genau 500 Jahren den Anlass für das mit einer Vielzahl von Publikationen, Veranstaltungen und Medienberichten begangene Reformationsgedenken, so brachte dies zwangsläufig eine Fokussierung auf die Reformation Lutherischer Prägung mit sich. Für die Heimatregionen der deutschen Vertriebenen, insbesondere die außerhalb der früheren Reichsgrenzen gelegenen Landschaften und Territorien des mittleren und östlichen Europa, deren evangelische Prägung bis heute lebendig ist oder zumindest nachwirkt, gilt es indes, die beachtliche konfessionelle Vielfalt zu beachten, die sich nicht allein unter Einfluss Luthers, sondern auch bereits vor ihm, neben ihm und nach ihm entfaltete. Es kann hier auf Hussiten, Utraquisten, Böhmische Brüder, Calvinisten, Unitarier und weitere Glaubensgemeinschaften verwiesen werden.

Die dortigen Entwicklungen von fachkundiger Seite zu beleuchten, unternahm die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen im Zusammenwirken mit der Göttinger Gemeinnützigen Gesellschaft Albertinum mittels einer vom BdV-Landesverband Niedersachsen geförderten Vortragsreihe. Im Herbst 2017 wurden, nachdem bereits Ostpreußen, Pommern und Schlesien thematisiert worden waren, die Böhmischen Länder, Oberungarn und Siebenbürgen in den Blick genommen, Regionen, die in je eigener Weise von den reformatorischen Bestrebungen ergriffen und geprägt wurden. Zahlreiche Interessenten, keineswegs nur aus Göttingen selbst, sondern auch auswärtige Sudetendeutsche und Mitglieder der Kreisgemeinschaft der Siebenbürger Sachsen sowie Mitglieder des Akademischen Freundeskreises Ostpreußen konnten Hans-Günther Parplies, Ehrenvorsitzender der Kulturstiftung, und Prof. Dr. Jürgen Bloech, Vorsitzender der Gemeinnützigen Gesellschaft Albertinum, im Collegium Albertinum begrüßen.

Haben sich die mit Kultur und Geschichte der historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebiete befassten Institutionen bemüht, die im Gedenkjahr unterrepräsentierte Entwicklung der Reformation in diesen Regionen nachzuzeichnen, so gilt dies nicht zuletzt für das Deutsche Kulturforum östliches Europa in Potsdam, das hierzu eine vielbeachtete Wanderausstellung nebst diversen Begleitheften präsentiert hat. Dessen Direktor Dr. Harald Roth, selbst Siebenbürger Sachse, widmete seinen Göttinger Vortrag nun der Einführung der Reformation in Siebenbürgen, für die als Repräsentant der Johannes Honterus steht. Machte sich, so Dr. Roth, in den ungarischen Städten bereits seit den frühen 1520er Jahren der Einfluss reformatorischer Ideen bemerkbar, erfolgte der Durchbruch doch erst nach der Dreiteilung Ungarns und der Verselbständigung des Fürstentums Siebenbürgen im Jahre 1541. Honterus, ein umfassend humanistisch gebildeter Handwerkerssohn, also kein Theologe, wurde Stadtpfarrer in Kronstadt. Er enthielt sich politisch klug sowohl Angriffen auf die alte Kirche als auch des ausdrücklichen Bezuges auf die Wittenbergische Reformation. Verstand man sich dabei in Kronstadt, anders als in Hermannstadt, zunächst noch als Teil der Katholischen Kirche, so vollzog 1544 die gesamte „Sächsische Nation“, also der bürgerliche deutsche Stand des Fürstentums, den Bruch mit ihr offiziell, erließ man 1550 eine Kirchenordnung aller Deutschen, die das gesamte klassische Programm der Reformatoren enthielt.  Entsprechend dem auf Konsens ausgerichteten Zusammenwirken der Stände – Deutsche, Adel, Szekler – blieb in der Folge jedoch die Glaubensfreiheit der Anhänger von lutherischem und katholischem Glauben gewahrt, wurde diese bald auch den Anhängern des schweizerischen (reformierten) Glaubens sowie des Anti-Trinitarismus zugestanden. Ebenso tolerierte man die im Lande allerdings nur gering vertretene Ostkirche. Den die Oberhoheit über Siebenbürgen ausübenden muslimischen Osmanen waren die Konfessionsfragen im Übrigen völlig gleichgültig, so dass es auch noch im frühen 17. Jahrhundert keinerlei Versuche der Durchsetzung einer bestimmten Konfession gab, anders als in den benachbarten habsburgischen Gebieten. Die deutschen Städte Siebenbürgens profitierten damals vielmehr von der katholischen Gegenreformation, da man lutherische Glaubensflüchtlinge in den Städten gerne aufnahm. Nach der Zurückdrängen des Osmanen durch die Habsburger in den 1680er Jahren waren die siebenbürgischen Stände geschickt genug, dem Kaiser die Zusicherung ihrer Landesverfassung abzuringen und damit die Religionsfreiheit zu behaupten. Spätere kaiserliche Toleranzedikte blieben somit für Siebenbürgen ohne Belang.

Prof. Dr. Rudolf Grulich, gebürtiger Sudetendeutscher, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien in Nidda, beschrieb die Reformation in den Böhmischen Ländern, näherhin in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien, zudem in Oberungarn, d.h. in der unter der Stephanskrone stehenden heutigen Slowakei. In den Böhmischen Ländern wirkten demnach bereits vor dem 16. Jahrhundert als Träger berechtigter Kirchenkritik Petrus Waldes und Jan Hus, auf die sich Luther später, nach dem Ende des radikalen Hussitentums, berufen sollte, ohne ihnen allerdings einen direkten Einfluss auf die Entwicklung seiner Theologie zuzusprechen. Luthers Gedanken und die deutsche Reformation stießen in Böhmen auf fruchtbaren Boden, zumal der Habsburgische König Ferdinand I. die Gewissensfreiheit der protestantischen Stände zunächst akzeptierte. Erst nach dem Ende des Schmalkaldischen Krieges 1547 bzw. des gegen ihn gerichteten böhmischen Aufstands verweigerte der König den Ständen, anders als in Österreich, unter Berufung auf seinen Krönungseid die Zulassung der Confessio Augustana von 1530, unternahm er eine planmäßige Rekatholisierung. Trotz großer Spannungen im nichtkatholischen Lager entstand in der Folge im Zusammenwirken von Lutheranern, Neu-Utraquisten und Böhmischen Brüdern im Jahre 1575 die Confessio Bohemica, die von den Ständen Kaiser Maximilian II. als „einhelliges Glaubensbekenntnis“ übergeben und von diesem unter mündlicher Zusicherung der freien Ausübung der Religion anerkannt wurde. Noch vor der Confessio Bohemica formulierte man in Oberungarn 1559 die Confessio Montana und zwei weitere Bekenntnisschriften deutscher Städte. Auch hier stand man in der Tradition der Hussitenbewegung und des Waldensertums sowie unter dem Einfluss der Lutherischen Reformation. Ein Vergleich der vier von Kaiser Ferdinand I. als König von Ungarn anerkannten Bekenntnisschriften zeigt deren enge Anlehnung an die Confessio Augustana, jedoch unter weitgehendem Verzicht auf deren Kritik an der Katholischen Kirche. Gemäß Professor Grulich hätten die genannten, auf Versöhnung angelegten Confessiones, wie auch später die Confessio Bohemica, das Potential gehabt, ein gemeinsames Glaubensverständnis mit der alten Kirche zu erzielen.
 

Bis heute überdauern die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen und Glaubensgemeinschaften in der betrachteten Region, im rumänischen Siebenbürgen so auch die deutschsprachige, allerdings durch Auswanderung stark geschwächte Evangelische Kirche A.B., so dass sich dort ein buntes Bild der Kirchen in einem Staat bietet, dessen Bevölkerung zu über 80 % der orthodoxen Kirche angehört. Stellen die Angehörigen der vielfältigen reformatorischen Kirchen in der heutigen Slowakei eine schwache Minderheit gegenüber der katholischen Mehrheit dar, so stehen diese in Tschechien gar gemeinsam mit den Katholiken einer ganz überwiegend glaubensfernen Gesellschaft gegenüber. Sich mit der Zeit der Konfessionalisierung näher zu beschäftigen, die damals entstandenen, auf die Verständigung und Versöhnung der verschiedenen Bekenntnisse ausgerichteten Confessiones ernst zu nehmen, kann in dieser Situation, wie Professor Grulich abschließend ausführte, als Chance für die Christen begriffen werden – auch über die Region hinaus.

 

Dr. Ernst Gierlich

Schlesiertreffen in Hannover stand unter dem Zeichen der Versöhnung

Das Treffen der Schlesier vom 23. bis 25. Juni 2017 in Hannover stand unter dem Motto "Schlesien begeistert". Drei Tage diente Hannover als Ort der Begegnung aber auch der Verständigung und der Freundschaft.

Am Freitag hatte die CDU Fraktion im Niedersächsischen Landtag zu einem Empfang eingeladen, an dem der Vizepräsident des Landtages, Karl-Heinz Klare und der Landtagsabgeordnete Christian Calderone neben Editha Lorberg, der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, teilnahmen.

Editha Lorberg begrüßte unter den zahlreich anwesenden Damen und Herren den Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft Schlesien, Stephan Rauhut, der die Gäste auf das Treffen einstimmte.

Am Samstag folgte die feierliche Eröffnung des Schlesiertreffens im Hannover Congress Centrum. Die Festrede hielt der Niedersächsische Innenminister Boris Pistorius. Er warb in seiner Rede für ein starkes und friedliches Europa. Das Grußwort der BdV-Landesvorsitzenden Editha Lorberg finden Sie im Anschluss an diesen Bericht.

Am Sonntag fand die politische Kundgebung statt. Der Einmarsch der Blaskapelle aus Diekholzen, der Trachtengruppen und der Fahnen bot den mehr als 3000 Gästen ein schönes und berührendes Bild. Viele Anwesende verbinden mit den Liedern, Fahnen und Trachten persönliche Erinnerungen an die alte Heimat.

Stephan Rauhut betonte in seiner Ansprache, dass die Arbeit der Landsmannschaft noch längst nicht überflüssig sei. Es müsse mit Nachdruck an einem Austausch mit Polen gearbeitet werden. Das sei zur Zeit nicht ganz einfach, doch man dürfe jetzt nicht nachlassen, ein zukunftsweisendes Miteinander einzufordern. Rauhut dankte der Landesregierung für die Unterstützung des Schlesiertreffens, machte aber auch deutlich, dass die Patenschaft zu Schlesien dauerhaft finanziell gesichert sein muss.

Für viele der Gäste des Schlesiertreffens stand das Rahmenprogramm im Mittelpunkt ihres Besuches. Neben Darbietungen der schlesischen Kultur brachte der Heimatabend große Freude. Die Gottesdienste im Rahmen des Schlesiertreffens fanden ebenfalls großen Zuspruch.

Editha Lorberg, BdV Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete war an allen drei Tagen beim Schlesiertreffen präsent. Sie hat durch ihren Vater schlesische Wurzeln, die in der Nähe von Lauban liegen.

Bundesregierung hat weiterhin ein offenes Ohr für die Belange des Bundes der Vertriebenen

Erfolgreicher Jahresempfang des BdV in Berlin

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel MdB hatte ihre Ansprache beim Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen am 28. März 2017 in der Katholischen Akademie Berlin auf besondere Art angekündigt: Bereits einige Tage vor dem Termin hatte sie in ihrem Podcast „Die Kanzlerin direkt“ geantwortet, sie freue sich auf den Jahresempfang. Ihre Teilnahme habe für sie „schon eine gewisse Tradition als Bundeskanzlerin.“ 

Das Schicksal der Millionen deutschen Vertriebenen sei neben dem Zivilisationsbruch der Nationalsozialisten „eben auch Unrecht“ gewesen, erklärte sie dort. Vor diesem Hintergrund seien die Charta der deutschen Heimatvertriebenen von 1950 sowie der Einsatz der Vertriebenen und Aussiedler für Deutschland und Europa „wegweisend“. Im Video betonte sie außerdem die wichtige verständigungspolitische Rolle der Vertriebenen, ihrer Verbände, aber auch der deutschen Minderheiten in den Heimatgebieten.

In einer kurzen Betrachtung des Heimatbegriffes stellte sie heraus, mit wie viel Einsatz sich die Vertriebenen nach dem Krieg eine neue Lebensgrundlage erarbeitet hatten. Ähnliches Engagement sollten auch heutige Flüchtlinge zeigen, die in Deutschland aufgenommen werden: „Ihr müsst eure Herkunft nicht vergessen, aber wir erwarten von euch, dass ihr euch mit ganzer Kraft auch in die neue Heimat einbringt, in die neue Situation einbringt, nicht nur die Gesetze achtet, sondern auch für das Wohl des Landes einen Beitrag leistet“, so die Bundeskanzlerin im Interview.

Mit ihrer Ansprache beim Jahresempfang, die mit starkem Applaus bedacht wurde, nahm Angela Merkel den Faden ihres Podcasts quasi wieder auf. 

Mehrfach wurde ihre Verbundenheit mit den berechtigten Anliegen der deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler sowie ihre Wertschätzung des Engagements der Vertriebenen und ihrer Verbände deutlich – u.a. als sie zusicherte, „dass die Bundesregierung auch weiterhin ein offenes Ohr für die Belange des BdV und seiner Mitglieder haben wird.“

Überblicksartig schnitt die Bundeskanzlerin die derzeit wichtigen vertriebenenpolitischen Fragen an. So freute sie sich, dass die symbolische Anerkennung für zivile deutsche Zwangsarbeit gut angenommen werde. Sie äußerte die Hoffnung, bei der Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ würden die Bauarbeiten vorangehen: „Wir wollen nach so vielen Jahren ja einmal etwas sehen.“ Bewahrt und gestärkt werden müsse auch das gemeinsame kulturelle Erbe, gab Merkel zu verstehen und veranschaulichte dessen ungebrochene Bedeutung am Projekt „Kant-Jahr 2024“ anlässlich des 300. Geburtstag des großen Königsberger Aufklärers Immanuel Kant. Ebenso habe die Bundesregierung Identität und Lebensperspektiven der deutschen Minderheiten in ihren Heimatgebieten im Blick und werde diese weiterhin unterstützen.

Viele dieser Themen hatte zuvor auch BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB in seiner Begrüßung der Gäste gestreift. Für den Verband betrachtete er „es als Zeichen der Wertschätzung unseres Wirkens als deutsche Heimatvertriebene, als Aussiedler und Spätaussiedler“, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jubiläumsjahr erneut Zeit für den Jahresempfang genommen hatte. 60 Jahre werde der BdV am 27. Oktober 2017 alt und reiche nach wie vor „als überparteilicher Verband ganz selbstverständlich jedem die Hand, der bereit ist, mit uns in einen sachlichen Dialog einzutreten.“ Darauf weise auch das diesjährige Leitwort „60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“ hin.

Auf zwei Themen legte Fabritius einen besonderen Fokus: Zum einen ging er auf die Zwangsarbeiterentschädigung ein. Diese sei „das Ergebnis langjähriger Bemühungen aus unseren Reihen.“ Ausdrücklich ermutigte der BdV-Präsident alle Betroffenen, noch bis zum 31. Dezember 2017 ihre Anträge zu stellen. Zum anderen sprach das erhöhte Risiko der Altersarmut bei Spätaussiedlern an. Dieses betreffe überwiegend die Deutschen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion und sei eine Folge ungerechter Entscheidungen der 1990er Jahre. „Eine Korrektur ist überfällig, dafür setzen wir uns ein“, so Fabritius.

Prominente Gäste des Empfangs waren in diesem Jahr u.a. die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters MdB, der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatsicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Roland Jahn, die Direktorin der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“, Dr. Gundula Bavendamm, die Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Prof. Dr. Beate Rudolf, die Vorsitzende der Stiftung ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN, BdV-Ehrenpräsidentin Erika Steinbach MdB, der Vorsitzende des Verbandes der deutschen sozialkulturellen Gesellschaften in Polen, Bernard Gaida, der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig MdB, sowie viele weitere Vertreter des Diplomatischen Corps und der deutschen Minderheit in Polen.

Die Gäste freuten sich über die Möglichkeit guter Gespräche und eines offenen Meinungsaustausches. 

Marc-P. Halatsch