Minister für Inneres und Sport Boris Pistorius (Zweiter von rechts) und
Vizemarschall der Woiwodschaft Niederschlesien Dr. Tadeusz Samborski (Dritter von links).
Die Preisträger Prof. Dr. Bahlcke, Grazyna Kolarzyk und Andrzej Kosendiak (Mitte vorne, von rechts nach links)
Foto: Editha Westmann)
Editha Westmann mit dem Preisträger Prof Dr. Joachim Bahlcke
(Foto: Christian Stichternath)

Kulturpreis Schlesien 2018

Der 42. Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen wurde in diesem Jahr feierlich in der Ritterakademie in Liegnitz verliehen. Herr Prof. Dr. Joachim Bahlcke, Historiker und Professor an der Uni Stuttgart und Herr Andrzej Kosendiak, Leiter des Nationalen Forums der Musik, Künstler, Dirigent und Pädagoge erhielten die beiden Hauptpreise für ihr herausragendes Wirken und ihre Verdienste in Bezug auf Schlesien. Der Sonderpreis ging an die Stiftung der Schlösser und Gärten im Hirschberger Tal und wurde von der Direktorin Frau Grazyna Koalarzyk entgegengenommen.


Das Kulturprogramm für die zahlreich aus Niedersachsen angereisten Gäste umfasste die Besichtigung der Friedenskirche in Jauer, den Besuch des Klosters Leubus und der Schlösser und Gärten im Hirschberger Tal.


Editha Westmann, BdV-Landesvorsitzende und Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler war zur Verleihung des Schlesierpreises nach Liegnitz gereist. „Der Kulturpreis Schlesien steht für die Verständigung und Aussöhnung zwischen Deutschland und Polen und hat für beide Länder einen hohen Stellenwert. Ich freue mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder ausgesprochen würdige Preisträger auszeichnen konnten,“ erklärte Editha Westmann.

Freya-Klier-Lesung ging unter die Haut

Am 13. Juni 2016 fand die Buchlesung „Wir letzten Kinder Ostpreußens“ mit der Autorin Freya Klier statt. Eingeladen hatten die Konrad-Adenauer-Stiftung und der BdV-Niedersachsen. Erfreulich war die große Teilnehmerzahl.

 

Das ergreifende Buch fesselte die Zuhörer vom ersten Augenblick an. Sieben Kinder – sieben Schicksale! Nach Jahrzehnten des Schweigens kommen die Schrecken der Flucht und der Vertreibung an die Oberfläche. Das Buch spannt einen Bogen von 1944 bis in unsere Gegenwart. Im Anschluss an die Lesung konnten die Gäste von Frau Klier interessante Hintergründe über die Entstehung des Buches erfahren. Die zahlreichen Wortmeldungen der Gäste zeigten deutlich, wie groß der Diskussionsbedarf über Flucht und Vertreibung ist – und das nicht nur in der Erlebnisgeneration.

Frau Klier sprach auch andere Bereiche ihres breitgefächerten Wirkens an und versprach, im kommenden Jahr wieder eine Veranstaltung mit der Adenauer-Stiftung und dem BdV-Niedersachsen zu planen. Wir werden zeitnah darüber informieren.